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Die Handlung spielt in der Provence.
II. Akt, 1. Bild, Wohnung des Pächters Morton: Aubry hatte auf eine sofortige Trauung mit Isolde gedrungen.
Da Isolde aber wünscht, eine Zeit allein gelassen zu werden, arrangiert man für Aubry
Willkommensfeierlichkeiten. Während das Volk ihn umjubelt, setzt er all seine Verführungskünste ein,
um Lorette zu einem Rendezvous im Wald zu überreden.
III. Akt, Isoldes Zimmer: Hippolyt bekennt sich als Mörder Aubrys. Obwohl Isolde sich deswegen
zunächst hasserfüllt von ihm abwendet, siegt bald ihre alte Zuneigung; Isolde ahnt inzwischen Aubrys
wahre Natur. Port d'Amour stellt sich dem Vampir in den Weg, als dieser kommt, um Isolde als Opfer zu holen. Unter
den Rufen der Geister schlägt es zwölf Uhr, der Vampir fährt zur Hölle, und das Schloss
stürzt zusammen. Über den Trümmern sinkt Isolde in Hippolyts Arme während Schlossbewohner
und Landleute zu einem Dankgebet in die Knie sinken. Partitur III
(Zitiert nach Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters)
Anmerkung:Peter Joseph von Lindpaintner: Der Vampyr
Romantische Oper in drei Aufzügen.
Personen:
IGNERAND, Graf von Port d'Amour.
ISOLDE, seine Tochter.
GRAF AUBRY, der Vampir.
HIPPOLYT, Graf von Damartin, Isoldes Bräutigam.
ETIENNE, Schloßgärtner zu Port d'Amour.
BALBINE, Isoldes Zofe.
MORTON, Pächter auf Aubrys Gütern.
LORETTE, seine Tochter.
LAVIGNE, ihr Bräutigam.
Hochzeitsgäste, Landleute, Chor der Vampyre.
Handlung (nach der 2. Fassung):
I. Akt, Festsaal im Schloß des Grafen von Port d'Amour: Während die Hochzeitsfeier von Hippolyt und
Isolde vorbereitet wird, bringt Balbine die Nachricht, dass die Braut auf der Jagd ihren Vater und Hippolyt
verloren habe und verschwunden sei. Etienne befürchtet, sie könne dem Vampir zum Opfer gefallen sein,
was von seinen Zuhörern als Aberglaube verworfen wird. Als man sich auf die Suche nach ihr begeben will,
erscheint sie, merkwürdig verändert, und gesteht Hippolyt, im Traum sei ihr ein Mann erschienen, zu dem
sie sich nun hingezogen fühle. Hippolyt bittet Port d'Amour, er möge dennoch sofort die Trauung vollziehen,
und erfährt, dass Isolde schon als Kind dem Sohn des Grafen Aubry versprochen worden war. Da dieser jedoch
in Griechenland vor den Augen Port d'Amours starb, fühlt er sich nicht mehr an die Zusage gebunden. Isolde
willigt in die Heirat ein, als Etienne aufgeregt einen jungen Mann meldet: Aubry tritt ein, ohne als Vampir erkannt
zu werden. Isolde entscheidet sich augenblicklich für ihr Traumbild. Hippolyt erhebt hasserfüllt seine Waffe
gegen Aubry; die beiden werden mit Mühe voneinander getrennt. Partitur I
2. Bild, Waldlandschaft: Lavigne trifft auf den ruhelos umherirrenden Hippolyt und berichtet ihm, auch seine
Braut Lorette sei von Aubry betört. Sie hören jemanden kommen, verbergen sich und werden Zeugen, wie Aubry
die Macht der Hölle beschwört, Lorette herbeizuführen. Kurz darauf können sie belauschen, wie
Lorette, die auf der Suche nach Aubry den Wald durchstreift,vom Zauber Aubrys gefangen vor sich hinsingt.
Etienne imitiert ihren Gesang, weist sie zurecht und schickt sie fort. Aubry kehrt zurück und sieht schon die
Frist bis Mitternacht ohne Erfolg verstreichen; doch endlich findet ihn Lorette. Als beide sich umarmen,schiesst
Hippolyt Aubry nieder, der ihm den Eid abverlangt, Isolde vor Mitternacht nichts zu sagen. Ein Gewitter schlägt
alle in die Flucht, so dass sich Aubry auf eine Anhöhe schleppen kann, wo ihn die Strahlen des Mondes
wiederbeleben. Partitur II
Für die 2. Fassung komponierte Lindpaintner "12 neue, zum Teil grosse instrumentierte Recitative"
hinzu. Der Textdichter, Löwe, arrangierte die Szenenfolge neu und fügte eine große Szene für den Vampir
hinzu, um den Part des Sängers Johann Baptist Pischek zu stärken.
Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, Konstanz